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So kannst du Schritt für Schritt das volle Potenzial der sozialen Netzwerke für dein Unternehmen nutzen!

Marketing im Jahr 2020 findet auf Social Media statt. Konzerne investieren Millionen. Aber auch für kleine und mittelständische Unternehmen gibt es Möglichkeiten, um in kürzester Zeit eine passende Social Media Strategie zu entwickeln.

Bei der Recherche zu diesem Blogartikel bin ich auf extrem viele Phrasen und viel Bla-Bla gestoßen, die eher nicht für Erfolg sondern für mehr Verwirrung gesorgt haben. In diesem Artikel erfährst du ausschließlich meine Tipps aus erster Hand, so dass du auch als Laie direkt loslegen kannst!

Achtung: In diesem Beitrag werden nur die Kanäle Facebook & Instagram behandelt

Schritt 1: Die Zielsetzung – Was möchte ich mit meiner Social Media Strategie erreichen?

Wie in jedem Ratgeber die große Preisfrage: die Definition der Ziele. Eine Social Media Strategie hilft dir und deinem Unternehmen dabei, verschiedenste Ziele zu erreichen. Beispiele hierfür wären:

Hast du ein oder mehrere Ziele für dich und dein Unternehmen definiert, geht es im nächsten Schritt darum, die nächste Frage zu beantworten.

Schritt 2: Welche Social Media Plattform ist die richtige für mein Unternehmen?

Als Mark Zuckerberg im Jahr 2004 Facebook gründete, begann damit der eindrückliche Siegeszug der Social Media Plattformen. Neben Facebook, das in Deutschland mittlerweile satte 32 Millionen Nutzer verzeichnet, gesellen sich Plattformen wie Instagram mit 20 Millionen oder LinkedIn mit 15 Millionen Nutzern.

Je nach Ziel und entsprechender Zielgruppe, die du mit deiner Social Media Strategie ansprechen willst, macht es Sinn den Fokus auf unterschiedliche Plattformen zu richten. Die Demographie der Nutzer jeweiliger Plattformen unterscheidet sich stark. Während auf Facebook Themen wie Unterhaltung und Politik im Vordergrund stehen, dreht sich bei LinkedIn ein grosser Teil der Unterhaltung um unternehmerische Aspekte des Lebens.

Auch die Altersgruppen sind nicht überall gleich stark vertreten. Während Instagram vor allem die Plattform der Generation Z ist, tummeln sich auf Facebook verstärkt Nutzer, die älter als 24 Jahre sind.

Statistik für die Social Media Nutzerzahlen 2020

Statistik für die Social Media Nutzerzahlen 2020

So findest du die richtige Social Media Plattform für dein Unternehmen:

Du weißt jetzt, dass du auf Instagram eher jüngere Personen erreichst und auf Facebook größtenteils ältere. Dementsprechend musst du nun abschätzen, welche Plattform eher für dich und deine Ziele Sinn machen:

  • Hast du eher ältere Kunden? Dann ist Facebook die beste Option für dich.
  • Dein Unternehmen ist im B2B Segment tätig und sucht neue Azubis? Dann wäre Instagram die perfekte Wahl, um dein Unternehmen dort modern zu positionieren.
  • Dein Unternehmen ist ein angesagtes Restaurant? Dann wären sowohl Facebook als auch Instagram die Plattformen, auf die du dich konzentrieren solltest.

Es ist also ganz wichtig, sicherzustellen, dass die Merkmale der Zielgruppen auf den einzelnen Social Media Plattformen mit deinen anfänglich gesteckten Zielen übereinstimmen.

Wie du weiter sicherstellen kannst, dass du die einzelnen Social Media Plattformen richtig nutzt, erfährst du im nächsten Schritt.

Schritt 3: Content meistern – die Grundregeln für guten Content

Bevor ich zu den Tipps & Tricks zum Finden von Inhalten komme, hol dir am besten Stift und Zettel. Hier ein kleiner Exkurs in Sachen Content:

Content-Arten: Der Reality-Check

Grob eingeteilt gibt es drei Arten von Content: Informative, lustige und inspirierende Posts. Bevor du einen Beitrag veröffentlichst mach immer den Reality-Check: Ist mein Beitrag informativ, lustig oder kann er andere Menschen inspirieren?

Mehrwert: Die webalarm 80/20 Regel

Biete mit deinen Beiträgen immer einen hohen Mehrwert für deine Followerschaft. Wenn du in 10 von 10 Beiträgen deine Produkte oder Angebote bewirbst, wirst du keinen Erfolg haben und solltest das Thema Social Media lieber an einen Kollegen abgeben. Die Menschen hassen es, wenn ihnen ständig etwas aufgedrängt wird, dementsprechend solltest du deine Marketingstrategie im 80/20 Verhältnis planen.

Wenn du mit 80% deiner Beiträge Mehrwert für die Follower bietest, und mit den restlichen 20% deiner Beiträge Angebote bewirbst, wirst du viel erfolgreicher sein, als wenn deine Beiträge nur aus irgendwelchen Angeboten bestehen. Mit den 80%-Beiträgen förderst du die Interaktionen sowie den Dialog und baust eine nachhaltige Kundenbindung auf, wodurch die Follower viel einfacher eine spätere Kaufentscheidung treffen können.

Authentizität: Mach deine Marke menschlich!

Menschen identifizieren sich mit anderen Menschen. Achte darauf, auf deinen Kanälen regelmässig auch Bilder von Menschen und ihren Gesichtern zu posten. Du wirst sehen, wie erfolgreich solche Posts sind.

 

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Schritt 4: Die ersten Content-Ideen für deine Social Media Strategie finden

Ideen für ansprechende Inhalte zu sammeln ist manchmal echt nicht leicht. In unserem Blogartikel findest du für jedes Unternehmen sofort umsetzbare Ideen zur Content-Ideen-Findung.

Pro-Tipp, der Stunden Arbeit sparen kann: So findest du die ersten klasse Ideen in nur 60 Sekunden

Bevor du irgendwelche eigene Ideen notierst, empfehle ich dir dringend einen Besuch bei den beliebtesten Social Media Kanälen aus deiner Branche. Scrolle durch die Social Media Kanäle und achte auf folgendes:

  • Welche Beiträge haben viele Likes?
  • Welche Beiträge wurden besonders häufig kommentiert?
  • Welche Beiträge sprechen dich am meisten an?

Die Beiträge, die dir besonders gefallen und gute Kennzahlen aufweisen, speicherst du dir sorgfältig ab oder machst einen Screenshot. Damit hast du eine Inspirationsquelle, auf die du jederzeit zugreifen kannst.

Und bitte nicht falsch verstehen: Du sollst die Beiträge von anderen natürlich nicht einfach klauen, sondern die Ideen für dich nutzen und deine eigene Kreativität mit einfließen lassen.

Eigenen Content finden:

Wie in vielen anderen Bereichen der Arbeitswelt geht es auch beim Social Media Marketing darum, eigene Ideen zu entwickeln. Dazu gibt es verschiedene Techniken:

  • MindMaps erstellen.
  • Brainwriting. Kurz erklärt: Eine Person schreibt seine Ideen auf ein Blatt Papier, dass dann an die nächste Person weitergereicht wird. Die nächste Person entwickelt dann seine Ideen auf Grund von denen der vorangegangenen Person.
  • Figure Storming. Bei dieser Technik entscheidet sich die Gruppe für eine wohlbekannte Person. Danach überlegt sie sich, wie diese Person ein bestimmtes Problem angehen würde.
  • Starbusting. Eine Form des Brainstormen, bei der man darauf fokussiert, Fragen statt Antworten zu entwickeln.
  • Und viele mehr.

Für eine genauere Beschreibung dieser und weiterer Techniken zur Ideenfindung einfach hier klicken.

Denk daran: Du brauchst bei deinen eigenen Beiträgen auf Social Media das Rad nicht neu erfinden. Halte dich lieber relativ eng an den Content, von dem du siehst, dass er bei anderen Unternehmen in deiner Branche gut funktioniert.

Schritt 5: Die Ideen Umsetzen und produktiv Content erstellen

Wenn du mittlerweile genug Ideen gesammelt und dich genug inspirieren lassen hast, geht es ans eingemachte: du musst nun den Content erstellen und anschließend veröffentlichen.

Das richtige Bild für deinen Beitrag

Bevor ich dir zeige, mit welchem Tool du als Laie deine eigenen Grafiken erstellen kannst, möchte ich nochmal einen Irrglauben aufräumen: Du brauchst in den meisten Fällen nicht die krassesten grafischen Ausarbeitungen für deine Posts. Vor allem als Laie ist es verlockend, viel rumzuspielen und mit Formen und Farben um sich zu werfen (ich kenne das noch aus meiner Anfangszeit vor knapp 7 Jahren).

Was wirklich zählt ist:

    • Der Wiedererkennungswert: Nutze gleiche Schriftarten und Farben
    • Weniger ist mehr: Wie eben angesprochen, keep it simple!
    • Fotos, Fotos, Fotos: soziale Netzwerke leben von User-generated-content, nutze Fotos in jedem Fall wenn du die Möglichkeit dazu hast

Nun zum Tool:

Mit Canva werden Photoshop und Co. überflüssig. Es ermöglicht dir nämlich, völlig kostenlos und kinderleicht Grafiken jeder Art zu erstellen. Am besten probierst du es gleich mal aus. Andernfalls findest du in folgendem Video eine kurze Erklärung:

So kreierst du funktionierende Texte für deine Inhalte

Für das gesamte Planen von Texten kann ich dir das ebenfalls kostenlose Tool Evernote ans Herz legen. Im Tool kannst du dir deine eigenen Notizbücher erstellen, deine Texte schreiben und bist immer top organisiert. Diesen Blog schreibe ich übrigens auch gerade in Evernote.

Mitreißende Headlines schreiben

Die ersten Wörter deines Textes sind nach dem Bild das erste, was der Betrachter sieht. Deswegen sind die ersten 125 Zeichen auf Instagram und im Durchschnitt die ersten 20 Wörter auf Facebook extrem wichtig. Du musst deine Zielgruppe abholen und dazu bringen länger auf deinem Beitrag zu bleiben (was übrigens ein großer Indikator von den Algorithmen der Social Media Kanälen ist).

    • Schreibe im ersten Satz grob, worum es geht
    • Erzeuge Aufmerksamkeit mit starken Adjektiven und Dringlichkeit: warum sollte ich mir den Beitrag jetzt durchlesen?
    • Stelle sofort den Mehrwert dar, dem der Betrachter entgehen würde, wenn er sich den Post nicht durchliest

Nutze die Macht der Emojis!

Emojis sind mittlerweile nicht mehr nur da, um schön oder lustig auszusehen, sondern sie transportieren Emotionen.

Ein kurzer Auszug aus Wikipedia:

Bedeutungen: [1] bildliches Symbol, das eine Emotion, eine Person, einen Zustand oder Gegenstand in schriftlicher, meist digitaler Kommunikation repräsentieren soll.

Mein Lifehack um schnell Emojis zu finden: WhatsApp Web. Ich nutze die Desktop Version von WhatsApp, in der man die Emojis direkt suchen kann. So spare ich mir die Ladezeiten von irgendwelchen Emoji-Listen im Internet.

Hashtags: Auch hier gilt: „Weniger ist mehr“

Verwende nur wenige Hashtags, und am besten die, die zum Beitrag passen. Für lokale Unternehmen bieten sich auch gut lokale Hashtags wie zum Beispiel #lüneburg an.

Schritt 6: So kannst du zeitsparend deine Beiträge vorplanen und veröffentlichen

So, nun noch einmal tief durchatmen. Und los gehts. Last but not least: later.com

Later ist ein ebenfalls kostenloses Tool, mit dem du deine Beiträge im Voraus planen und ausspielen lassen kannst. In einem interaktiven Kalender kannst du ganz easy deine Beiträge positionieren und diese automatisch veröffentlichen lassen.

Pro-Tipp: Ich empfehle dir jede Woche die Contentplanung an einem Tag fest in deinen Alltag zu integrieren. An diesem Tag kannst du für die ganze nächste Woche deine Inhalte vorausplanen.

Die Hauptfunktion von Later.com wird in diesem Video kurz vorgestellt: 

Fazit – Was zählt wirklich, um auf Social Media erfolgreich zu werden?


Die wichtigsten drei Punkte, die ich dir im Zusammenhang mit unserer Social Media Strategie mitgeben möchte:

  1. Halte die Schlagzahl immer hoch. Je höher desto besser! Setze dir das Ziel z.B. 2 Beiträge pro Woche zu veröffentlichen und halte dich über einen langen Zeitraum daran. Du wirst sehen, die Erfolge werden sich langsam, aber sicher einstellen! #durchziehen
  2. Nimm dir die Zeit, um mit anderen Nutzern zu interagieren, und wenn es nur 10 Minuten pro Tag sind. Während dieser Zeit könntest du zum Beispiel lokalen Hashtags folgen, Bilder anderer Nutzer liken, Profilen folgen oder Kommentare zu Beiträgen schreiben, die deinem Zielpublikum oder dir selbst gefallen. #10minutensindkeinmord
  3. Bleib stark und geduldig! Nach nur dreißig Tagen aufgeben kann jeder, halte länger durch und gib immer Vollgas!
Jan Krasawin

Jan Krasawin

Jan, erst 21 Jahre alt, ist der Gründer und Geschäftsführer von webalarm und brennt seit Jahren für die sozialen Netzwerke. Seit über 4 Jahren angefangen als Mediengestalter betreut er Kunden aus diversen Branchen im Bereich Social Media Marketing und ist nun mit dem ersten Unternehmen am durchstarten.